Rouven M. Siegler | innergaming.de
EMDR im Coaching ...
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Die Entstehung von EMDR ...

EMDR steht als Abkürzung für Eye Movement Desensitization an Reprocessing und wurde in den Jahren 1987 - 1991 von Dr. Francine Shapiro entwickelt. Alles begann mit einem Zufall: Auf einem Spaziergang bemerkte sie, daß stark belastende Gedanken plötzlich verschwanden und nicht wiederkamen. Sie recherchierte, was an diesem Spaziergang so besonders war und fand heraus, daß ihre Augen sich ständig – bedingt durch den Lichteinfall der Bäume – hin und her bewegten. Aus diesen zufälligen Augenbewegungen entwickelte Dr. Shapiro das Konzept einer Serie von gezielten Augenbewegungen, genannt "bilaterale Stimulation".

Was ist EMDR?

In seiner ursprünglichen Form sah der Ablauf vor, daß der Klient mit seinen Augen den Bewegungen der Hand des Therapeuten folgt, während er gleichzeitig mit seiner Wahrnehmung auf einen speziellen inneren Fokus gerichtet ist (Winke-Winke-Technik).

Da das Verfahren sich am Anfang ausschließlich der Augenbewegungen bediente, erhielt es den Namen EMDR. Heute gibt es neben den klassischen Augenmustern noch differenziertere Bewegungen sowie auch auditive und kinästhetische Stimulationsformen. Es folgten intensivste Studien speziell mit Traumapatienten, wie Vietnam-Veteranen, Mißbrauchsopfern und anderen Personen mit PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung).

Mittlerweile findet EMDR auch Anwendung bei nahezu sämtlichen Angststörungen, Phobien, substanzgebundenen Süchten, Psychosomatischen Störungen, Schmerzzuständen, und die Indikation weitet sich immer mehr aus. Verschiedenste Coaching-Konzepte wirkt in Zusammenarbeit mit EMDR höchst effizient. 

Mit großem Erfolg wird EMDR in folgenden Coachingbereichen eingesetzt:

  • Spitzenleistung in Beruf, Sport, Schule, etc.
  • Mentales Training
  • Ressourcenaktivierung
  • Zielerreichung
  • Loslassen von Vergangenem
  • Konfliktlösung
  • Selbst- und Fremdmotivation
  • Raucherentwöhnung
  • Gewichtsmanagement
  • Alkohol-Probleme
  • Kreativitätsförderung
  • Selbstveränderungsprozesse
  • Problemlösungs-Techniken

Im medizinischen und psychologischen Bereichen:

  • Trauma-Therapie
  • Überwindung von Ängsten (Zahnarzt, Rede-Situationen, Prüfungen, etc.)

Die Wirkung von EMDR ...

Alle Erlebnisse werden von unserem Gehirn verarbeitet, abgespeichert und wenn nötig geheilt. Zum Teil geschieht dies völlig automatisch, ähnlich wie bei einer kleine Schnittwunde, die im Laufe der Zeit ganz von alleine verheilt. Ein größeres Trauma überfordert diese Bewältigungsstrategie ( http://de.wikipedia.org/wiki/Bew%C3%A4ltigungsstrategie ). Durch dieses unverarbeitete Trauma kann es zu allen denkbaren Störungen, Ängsten und Blockaden kommen. Das weitere Leben steht dann meist im Schatten des Erlebten.

EMDR wirkt direkt auf die für Heilung wichtigen neuronalen Bahnungen im Gehirn und lässt sich mit jedem zur Zeit gültigen Therapiekonzept in Einklang bringen - „neurons, that fire together, wire together“. Langzeitstudien mit EMDR weisen nach, dass EMDR schneller und besser hilft, als andere bekannte Therapiekonzepte. 

Mit EMDR können Klient und Coach gleichermaßen die Veränderungen wahrnehmen. Milton Erickson, der Begründer moderner, indirekter Hypnosetechniken, hat schon gesagt: „Es ist in der Therapie nie verkehrt, wenn nicht nur der Therapeut mitbekommt, dass sich beim Klienten etwas verändert hat“.

Gerade hier liegt eine absolute Stärke von EMDR und allen anderen von mir angewandten Verfahren.

Ich selbst verknüpfe EMDR-Techniken seit Jahren mit verschiedenen anderen Techniken, wie z.B. Hypnofloating, EFT, NLP und Hypnose. Die daraus entstehenden Coachingergebnisse sind einzigartig, schnell und wirkungsvoll. Ich nenne dieses Verfahren EMH (Eye Movement Hypnosis). Dieses Verfahren eignet sich für alle Bereich in Coaching, Beratung, Training & Therapie.